In den Schornsteinen Europas – Kompozitor

In den Schornsteinen Europas – Kompozitor

Ein ungarisches Familienunternehmen fand den Erfolg in den Schornsteinen Europas

Quelle: http://www.uzletresz.hu/  – JANKOVICS SOMA

Nach dem Zusammenbruch von Ikarus gewann die nach Marktmöglichkeiten suchende Kompozitor GmbH an der gegenüber der Niederlassung befindlichen Brandmauer einen Einfall, mit dem sie ein europäischer Erfolgstory schrieb.

Die einzigartige Schornsteinauskleidung-Technologie der Firma ist in den meisten europäischen Ländern erfolgreich, unter den großen Märkten des Kontinentes fehlt allein Deutschland, das seit dreizehn Jahren keine behördliche Genehmigung erteilt. Fast hatten sie ein Geschäft mit dem Gripen Flugzeugwerk, schließlich startete der schwedische Partner die ausländische Karriere der Firma. Der Kopf des Familienunternehmens ist auch mit 80 aktiv und hofft, dass die Firma bald auch zu den Alstom-Zügen Produkte liefern kann.

Aus den Trümmern eines sozialistischen Großunternehmens baute sich das kleine ungarische Unternehmen im Familieneigentum auf, das mit seiner eigenen Erfindung in den meisten europäischen Ländern den Markt betrat. Sie legten faserverstärkten Kunststoff in den Schornstein als Auskleidung, wo früher nur Stahl, Aluminium, Keramik oder Beton verwendet wurde, und dadurch erstellten sie eine den aus dem Rauch ausscheidenden Säuren besser widerstehende Schornsteinauskleidung. Die die speziellen Kunststoffe herstellende Kompozitor GmbH lieferte Produkte für das Parlamentsgebäude, für U-Bahn-Wagen, für die Türen des im Gresham Palast funktionierenden Hotels und für die Türen anderer namhafter Hotels, und – zwar kein Geschäft geschlossen wurde – erweckte die Firma das Interesse des schwedischen Gripen Flugzeugwerkes. Später startete diese Beziehung die ausländische Expansion der Firma. Im Laufe der Jahre erreichte die Kompozitor einen Erlös von 700-800 Millionen HUF, die Krise der Bauindustrie verminderte aber den Gewinn auf die Hälfte, auf 150 Millionen, und die europäische Expansion konnte den Ausfall nur zum Teil aufwiegen. Die Gesellschaft zahlte jahrelang keinen Gewinnanteil aus, aus dem Gewinn wurden die Investitionen in die neue Fabrik und die Entwicklungen finanziert.

Bau aus den Trümmern

Bis zum Eintritt auf den ausländischen Markt vergangen aber noch lange Jahren. Die Kompozitor GmbH wurde 1991 von den Mitarbeitern der sich mit hochfesten, faserverstärkten Kunststoffen beschäftigenden Abteilung des bis zur Wende mit einer Belegschaft von sechshundert tätigen Forschungsinstituts für Kunststoff gegründet. Beim Zusammenbruch des Großunternehmens wurden die Arbeiter der Abteilung arbeitslos, aber sie haben sich entschlossen, eine Firma zu gründen, die nach dem Kunststoff-Typ Komposit benannt wurde. Der der hohen Temperatur, sogar der von 1500 °C widerstehende Kunststoff wurde schon im Forschungsinstitut entwickelt, die Grundidee war folglich beim Start der Firma vorhanden.

Im Beginn waren zwei Investoren die Eigentümer – durch die Eridanus GmbH -, die von der Regierung den Ingenieuren der Abteilung empfohlen wurden. “Wir verstanden nichts vom Kapitalismus“ erzählte von den anfänglichen Zeiten Kecskeméthy Géza, der der Leiter der Abteilung im Forschungsinstitut gewesen war, später technischer Leiter, dann Eigentümer der Kompositor wurde, und bis heute Geschäftsführer der Firma ist. Er sagte, dass die ersten zwei Eigentümer dachten, „sie können diese Firma in fünf Minuten im Westen verkaufen“, es war aber nicht der Fall, 1993 übernahm die Agrobank das Unternehmen. Der Ingenieur, der dieses Jahr achtzig Jahre alt ist, bezog auch seine Tochter in die Firma ein, er blieb aber bis heute der Geschäftsführer der Kompistor und führt die Tagesgeschäfte. Seine Tochter, Kecskeméthy Lídia meint, die Firma ist das Leben ihres Vaters: er arbeitet vom Morgen bis zum Abend, auch am Wochenende, und er beschäftigt sich damit auch in seinem hohen Alter.

Wie Kecskeméthy Géza formulierte, die Firma sucht vom Beginn die Neuheit, was ein bisschen aus Feigherzigkeit herrührt, da sie sich solche Produkte herzustellen bestrebten, die Absatz auf dem Markt wegen ihrer Spezialität finden, und man braucht dazu keinen starken Vertriebshintergrund. Die Kompositor blieb nämlich eine „Ingenieurfirma“. „Bei uns finden Sie keinen Kaufmann, auch die wirtschaftlichen Aufgaben sind von einem Ingenieur verrichtet“ – sagte der Firmenführer aus.

Einfall von der gegenüberliegenden Mauer

Erster großer Auftraggeber der Firma war zwischen 1992 und 1993 das Ikarus, das den Holzplattenboden der Busse, der ungenügend stabil war und leicht vom Pilz befallen wurde, mit Kunststoffplatte verstärkte. Nachdem Zusammenbruch des Unternehmens bleiben die Aufträge aus, die vierzigtausend Quadratmeter Platte im Jahr ausmachten. Das Scheitern der Firma konnte jedoch mit einem Produkt verhindert werden, zu dem die der derzeitigen Niederlassung der Firma gegenüberliegende Hausmauer den Einfall gab. An der Brandmauer waren die äußeren Spuren der Abnutzung eines Schornsteines zu sehen, und wenn bei der Schornsteinreparatur die korrodierten Aluminiumrohre aus dem Schornstein ausgenommen wurden, erkannten sie, dass sie auch Kunststoff zur Schornsteinauskleidung herstellen können, der widerstandfähiger als die bis dann gekannten Futterstoffe ist.


Kecskeméthy Géza wurde aus Abteilungsleiter technischer Direktor, dann Eigentümer und Geschäftsführer

Die Verwirklichung des Einfalls brauchte zwei und ein halbes Jahr, die Serienproduktion startete jedoch erst 2000. Das Produkt wurde 1994 unter dem Name FuranFlex® patentiert, dann sollte sich die Firma 1995 und 1996 die Zulassung für das einholen, damit es in die Schornsteine eingebaut werden konnte. Die Zulassung wurde von ÉMI (nach seinem damaligen Namen vom Institut für Bauqualitätsprüfung) ausgegeben. Kecskeméthy Géza meint, es war der erste Fall auf der Welt, dass ein Schornsteinfutterstoff nicht aus einem herkömmlichen Werkstoff hergestellt wurde, so galt er als bahnbrechend. „Es war ihr Verdienst, dass sie die Zulassung erteilten, und es zeugte von ihrer Tapferkeit“ – sprach der Firmenführer seine Dankbarkeit auch nach zehn Jahren aus. Nach der Einholung der Zulassung kam der Erfolg nur langsam. Im Zeitraum zwischen 1996 und 1998 „litt die Firma“, weil die ersten heimischen Einbauten erst 1998 begannen, und die Massenproduktion für Export startete erst zwei Jahre später.

„Ich befürchtete 100 Millionen“

Inzwischen wechselten sich ständig die Eigentümer der Firma. Den ersten Eigentümern kaufte die Agrobank die Firma 1993 ab, diese wurde von der Magyar Építő Rt. (Ungarische Bau AG) 1995 abgelöst. Der letztere baute am Anfang ein großes Unternehmensreich aus, das die Branchen der Bauindustrie zu integrieren versuchte, aber sie fanden heraus – meint Kecskeméthy Géza -, dass es sich besser lohnt, das Produkt zu kaufen, als viele kleine Firma aufrechtzuerhalten. Sie fingen deshalb an, die kleinen Firmen zu liquidieren oder zu verkaufen, so bot die Magyar Építő Rt. die Kompositor der Firmenführung an. „Ich befürchtete 100 Millionen“ – sagte Kecskeméthy Géza, wie hoch er die Kaufsumme vorher schätzte, dann erzählte, was für ein Angebot er erhielt: „Man sagte: ich kann die Firma für 25 Millionen kaufen. Ich dachte, ich falle vom Stuhl.

Das Geld wurde von Freunden und Verwandten gegen Geschäftsanteile zusammengegeben, dann kaufte 1998 Kecskeméthy das ganze Unternehmen an. (Vorübergehend gelangen mehrere Personen unter die Eigentümer der Firma, aber die Familie Kecskeméthy erwarb das Mehrheitseigentum. Heute ist schon Kecskeméthy Lídia die Mehrheitseigentümerin mit einem 53 Prozent Anteil (der Rest gehört ihrem Vater), nachdem sie die Anteile von Freunden und Verwandten auskaufte. Kecskeméthy Lídia ist aber keine Ingenieurin: sie arbeitete im Filmgewerbe. Sie war Produktionsleiterin des Ungarischen Fernsehens, dann arbeitete sie bei Skyfilm (Valami Amerika /Eine Art of Amerika/, Magyar Vándor /Ungarischer Wanderer/, Lora) als für die Belegschaft der Werbe- und Spielfilme sowie für die Tagesgeschäfte verantwortliche Producerin, seit zwei Jahren ist sie Freiberufler als Producerin, dabei hilft sie ihrem Vater in der Kompozitor.

Das Gripen-Faden

Der ausländische Markt öffnete sich vor der Firma nach dem Auftauchen von Gripen, obwohl das nicht direkt dem schwedischen Flugzeugwerk zu danken ist. Gripen kam bei der Firma als Investor in Frage, als die Horn-Regierung eine Ausschreibung zur Beschaffung von Jagdflugzeugen veröffentlichte, und die schwedische Fabrik an der Ausschreibung teilnahm. Die Schweden übernahmen, dass im Falle einer erfolgreichen Bewerbung sie Investitionen nach Ungarn bringen, in dessen Rahmen Gripen auch in die Kompositor investiert hätte, die in den Augen der Schweden wegen ihrer feuerbeständigen Kunststoffprodukte interessant wurde.

„Wie uns die Schweden auffinden, bleibt für uns ein ewiges Geheimnis, auf einmal waren sie da. Sie wollten, dass wir gemeinsam hitzebeständige, hochfeste Komponenten entwickeln – sagte Kecskeméthy Lídia. „Wir waren fast lächerlich, so klein war die Firma“ fügte Kecskeméthy Géza, Geschäftsführer der Firma hinzu. Mit den Schweden wurden Verhandlungen geführt, das Geschäft scheiterte jedoch. Nach dem Regierungswechsel im Jahre 1998 schrieb die Regierung neue Bedingungen aus: der ungarische Staat entschied sich die Flugzeuge zu leasen anstatt zu kaufen, und das Gripen nahm Abschied von Kompositor. Diese Beziehung aber blieb nicht ohne Vorteile, da sie die Möglichkeit des Markteintritts im Ausland herbeiführte.


Die flexible Rohre werden im Schornstein ausgehärtet.

Die Verhandlungspartner von Gripen machten Thomas Stenquist, den Leiter eines schwedischen Unternehmens, das Schornsteinfirmen versorgt, auf die Kompositor aufmerksam. Der Geschäftsmann, mit dem sie den Kontakt bis heute halten, gab Geld zu den Entwicklungen, und führte in Skandinavien (in Schweden, Norwegen und Finnland) die Schornsteinauskleidung-Technologie auf dem Markt ein. Die Markteinführung im Ausland gab Gewicht dem Produkt der Firma.

„Das Raumschiff ist auch nicht standardisiert, landete jedoch auf dem Mund“

Neben der schwedischen Beziehung fingen sie ab 1998 an, auch andere ausländische Märkte auszubauen. In einer Industrieausstellung in Deutschland stellte sich in den Jahren 1998 und 1999 heraus, dass diese Schornsteinauskleidung-Technologie völlig neu ist, solche gibt es anderswo nicht. „Wir dachten, dass wir in Deutschland mit großem Triumph einmarschieren, aber wir verkauften bis heute kein einziges Stück“ – sagte Kecskeméthy Géza, also es gelang seit dreizehn Jahren nicht, die deutsche Zulassung einzuholen. Er meint, dass ihnen das Betreten des bedeutsamen europäischen Marktes nicht gelang, weil die deutsche Zulassungsbehörde den inneren Markt schützt. Nach der Meinung der Firmenführer verzögert die Behörde vorsätzlich die Ausgabe der Zulassung in der Hoffnung, dass auch eine deutsche Firma fähig wird, die Technologie zu entwickeln.

Laut dem Leiter der Kompositor hätte das deutsche Zertifizierungsinstitut von ihnen die Standardisierung der Technologie erwartet, dieses Produkt lässt sich aber wegen der verschiedenen Eigentümlichkeiten der einzelnen Schornsteine nicht standardisieren. „Das Raumschiff ist auch nicht standardisiert, landete jedoch auf dem Mund“ – argumentierte der Firmenführer. Die Europäische Union kann die endliche Lösung bringen, da sie die Ausgabe einer Zulassung (European Technical Approvement) für Produkte, die nicht zu standardisieren sind, ermöglicht, und diese soll auch von den deutschen Behörden angenommen werden.

Der größte ausländische Markt der Firma ist Italien, wo sie fanden einen schlagfertigen Unternehmer, der mehr als sechzig Schornsteinbau-Nachunternehmer für die Firma gewann, die zum Einbau des Produkts berechtigt sind, die also die Einbaugenehmigung der Kompositor erwarben. Heute kommt der größere Teil des Erlöses aus dem Ausland, laut Kecskeméthy Géza ist es seit zwei Jahren so, nachdem der Absatz auf dem ungarischen Markt wegen der Krise der Bauindustrie um 60 Prozent zurückging: vom 2009 zum 2010 verminderte sich der heimische Erlös von 359,7 Millionen HUF auf 253,2 HUF. Es gab auch im Ausland Verlangsamung, aber wir konnten auf Wachstumskurs bleiben: der Erlös erhöhte sich in einem Jahr von 436,6 HUF auf 519,3 HUF. Der Gewinn machte vor der Krise, 2007 291,7 HUF aus, das verminderte sich bis zum Jahr 2010 auf 152,1 HUF. Die Finanzierung der 2008 gebauten Fabrik und der Entwicklungen wurde von der Firma durch die Reinvestition des Gewinns sichergestellt, es wurden keine Gewinnanteile im Laufe der Jahre ausgezahlt. Der kurzfristige Plan der Firma ist die Eroberung des deutschen Marktes, danach können Kanada und die USA folgen. Laut dem Firmenführer hat die Firma noch keine genügende Kraft den chinesischen Markt zu betreten, dorther kauft die Kompozitor Stoffe, verkauft wird aber dort nichts.

Organisationelle Probleme

Kecskeméthy Géza erkannte an, dass der schwache Punkt der Firma der Absatz ist; der Grund dafür ist zum Teil, dass sich die Gesellschaft bisher vorwiegend mit der Entwicklung beschäftigte, nur vor Kurzem fingen sie an, sich um die Erhöhung des Absatzes ernsthafter zu kümmern. Nach seiner Erzählung fehlt ein Fachmann, der die Aufgaben des Markteintritts und die Marketingaufgaben verrichtet. Sie brauchen in der Firma einen professionellen Marketingfachmann, auch weil sie auf dem Markt der Industrieschornsteine fortschreiten wollen, wozu sie ein anderes Produkt hervorbrachten, da die einfache Technologie über bestimmte Abmessungen nicht anwendbar ist. Die sogar zu Schornsteinen mit einer Höhe von 80 m geeignete Technologie wurde im Schornstein der Doroger Gefahrstoffverbrennungsanlage und des Borsoder Erz-, Mineral- und Rohstoffverarbeitungswerkes angewendet. Nach der Erläuterung des Firmenführers fing in den vergangenen Jahren ein erheblicher Teil der Industrieschornsteine an, sich abzunutzen, weil man vor Jahrzehnten von der Holzheizung zur Gasheizung und zur Heizung mit sonstigen Brennstoffen überging, dadurch schlagen sich aber ätzende Stoffe an der Wand des Schornsteins nieder. Der hochfeste Kunstsoff widersteht diesen, oberdrein kann er in beinahe jeder Abmessung hergestellt werden.

Die Kompozitor übernimmt nämlich keine Bauarbeiten, sie führt nur die Herstellung nach den von den Schornsteinbauern angegebenen Abmessungen aus. „Niemals in meinem Leben griff ich in einen Schorsnstein“ – sagte Kecskeméthy Géza. Die Einbauunternehmen können nur dann aus dem Produkt der Firma erhalten, wenn sie über ein Diplom von Kompozitor verfügen, das sie erst nach dem Absolvieren eines Kurses an einem Übungschorstein erwerben können. Auf dem ungarischen Markt ist der Ausführungspartner der Firma mit größtem Absatz die Diametrus GmbH, die laut ihrem Leiter ab 2004 FuranFlex®-Rohre in die Schornsteine einbaut. Somogyvári András erzählte aufgrund seiner Erfahrungen, dass 60 Prozent der Auftraggeber das Produkt schon kennen, wenn sie das verlangen. Nach seiner Erklärung musste das FuranFlex® früher mit den herkömmlichen Technologien (Stahl, Aluminium) konkurrieren, aber in den vergangenen Jahren war bei ihrer Firma eindeutig das FuranFlex® die gefragteste Lösung. Nach Schätzung des Landesverbandes der Schonsteinsanierungsunternehmen wurde in Ungarn im letzten Jahrzehnte in 100 bis 150 tausend Schornsteine FuranFlex® eingebaut, wobei es insgesamt ungefähr fünf Millionen Schornsteine gibt.


Nur im Besitz eines von der Firma ausgegebenen Diploms darf man Schornsteinfutterrohre einbauen.

Das Produkt kann nämlich bei jeder Schornsteinform eingebaut werden, der Preis für diese Flexibilität ist aber die Notwendigkeit eines individuellen Bauverfahrens. Laut Somogyvári András würde den Absatz fördern, wenn eine „grüne Bank“ zur Finanzierung der Gebäudesanierungen gestartet würde, da diese zum Austausch von unzähligen „lebensgefährlichen“ Gasheizungsanlegen Quelle bieten könnte. Auch Kompozitor könnte mit ihrem Produkt an einer solchen umfangreichen Sanierungsprogramm teilnehmen. Das weiche, flachgefaltete Futterrohr wird in den Schornstein eingezogen, dann mittels eines Dampferzeugers aufgeblasen. Der Stoff härtet sich unter der Wirkung der Hitze aus, und nimmt die Form des Schornsteines auf. Auch den Dampferzeuger stellen sie selbst her, und die Maschine der Produktionslinie der 2008 aus 800 Millionen HUF gebauten Vecséser Fabrik wurden von den eigenen Ingenieuren konstruiert.

Laut Kecskeméthy Géza gab es Versuche zum Kopieren der Technologie, aber bisher mit geringem Erfolg. Das hohe Qualitätsniveau wird durch die 25 Jahre Garantie gewährt. In der Verlässlichkeit sahen ein Geschäft auch die Generali Versicherungen, die in Europa bis zum Gebirge Ural die Schäden aus einem eventuellen Materialfehler versichern (in Nowosibirsk wurde zweitausend Meter Futterrohr eingebaut, dafür gilt aber diese Garantie nicht). Nach dem Erzählen des Firmenführers melden die Bauer höchsten in 2 bis 3 Fällen ein Problem, aber bei den in Europa eingebauten Futterrohren von zwei Millionen Meter gab es bisher kein Schaden.

Komposite außerhalb der Schornsteine

Das Schornsteinfutterprodukt gibt die überwiegende Mehrheit (85-90 Prozent) des Erlöses der Firma, das auch bei der Schornsteinreparatur des Parlamentsgebäudes angewendet wurde, aber die Firma hat auch zu anderen Anwendungen entwickelten Hartkunststoffprodukte. Sie lieferte für Holztüren von Hotels (zum Beispiel für die des Hotels Gresham und die des Hotels Hotel Intercontinental) Platten, durch die die Türen fähig sind, die Verbreitung der Flammen dauerhaft verzögern. Die Firma stellte vandalsichere Platten auch zum Boden und zu den Türen der Bahnzüge der U-Bahn her. Die Firma entwickelte Komposit-Wabenpannele, die wegen ihres geringen Gewichts, ihrer hohen Stabilität und Feuerbeständigkeit beim Bau von Flugzeugen, Schiffen, Bahnzügen anwendbar sind. Es sind Verhandlung mit dem von der Beschaffung der ungarischen Metrowagen bekannten französischem Unternehmen, dem Alstom geführt, weil das Alstom in seine Zweistockwagen diese Wabenpaneele einbauen will.

Die Firma mit einer Belegschaft aus 10 Ingenieuren und 25-26 physischen Arbeitern erarbeite ein extra Belohnungssystem, um die Innovation zu fördern. Falls ein Mitarbeiter einen innovativen Einfall hat, und es sich erweist, dass dieser in das Produkt einzubauen ist, erteilt die Firma dem Mitarbeiter halbjährlich einen Anteil aus dem Gewinn. Deshalb hat die Firma Mitarbeiter, der jährlich mehrere hunderttausend HUF als Belohnung über sein Gehalt erhielt.

Quelle: http://www.uzletresz.hu/  – JANKOVICS SOMA