VentilFlex® in Lüftungskanälen

VentilFlex® in Lüftungskanälen

VentilFlex in Lüftungskanälen - Kompozitor

Quelle: Innotéka

VentilFlex® Komposit-Futterrohr in den Lüftungssystemen

Die Entlüftungsschächte der vorhandenen alten Gebäude und besonders die der Denkmalgebäude sind nicht mehr zu der Aufgabe geeignet, in den Räumlichkeiten mit verschiedenen Funktionen die gewünschten oder vorgeschriebenen Luftzustände sicherstellen zu können. Diese Entlüftungsschächte entsprechen vor allem wegen ihrer Konstruktion den Anforderungen nicht. Bei alten Gebäuden sind sie sogar bei fachgerechter und regelmäßiger Instandhaltung nicht geeignet, die derzeitigen Anforderungen zu befriedigen, weil sie nicht zu diesen konstruiert wurden.
Welche sind diese Anforderungen, und wie können sie befriedigt werden?
Heutzutage ist es eine natürliche Erwartung, dass in den verschiedenen Räumlichkeiten eines Gebäudes gleichzeitig unterschiedliche Luftzustände herrschen. Es soll unterschiedliche Luftaustauschzahlen, unterschiedliche Temperaturen, unterschiedliche Dampfgehalte, sogar unterschiedliche Luftdrücke geben, ganz zu schweigen von den Partikel- und Keimzahlen.
Heute ist es eine Anforderung, dass die Gebäude energieeffizient sind, deshalb die Fenster und Türen schon auch in den alten Gebäuden luftdicht, die Gemäuer wärmegedämmt sind. Woher sollen wir uns also frische Luft schaffen, und was können wir mit der gebrauchten Luft tun? Zu diesem Problem gibt es schon sehr viele gute Lösungen, die mit Luftbehandlungsanlagen und mit den dazu gehörenden Einrichtungen umgesetzt werden.
Zu diesem Zweck entwickelte die Kompozitor GmbH die VentilFlex® Schachtauskleidungstechnologie und -system entsprechend den nachstehenden Anforderungen:

Luftdichte:

Bei den Luftkanälen ist die Luftdichte vielleicht die wichtigste Anforderung,

  • weil bei erzwungener Strömung die zugeführte Arbeit mit der dritten Potenz des Volumenstroms verhältnisgleich ist;
  • weil die Möglichkeit der Rahmenverschmutzung verhindert werden soll;
  • weil die vorgesehenen Luftzustände in allen Räumlichkeiten sichergestellt werden sollen.

Hinsichtlich der Luftdichte erfüllt das mit VentilFlex®-Technologie ausgebaute Lüftungssystem die Anforderungen einer der besten Luftdichteklassen, der Klasse D.
Das nachstehende Diagramm zeigt die Messungsergebnisse des VentilFlex®-Systems.

VentilFlex in Lüftungskanälen - Kompozitor

Die Ergebnisse der Luftdichtheitsprüfung von VentilFlex:

Oberflächenrauheit

Die Oberflächenrauheit der Luftkanalwand hat eine bedeutende Auswirkung auf den Strömungswiderstand, aber es ist viel mehr wichtiger hervorzuheben, warum die glatte, innere Oberfläche günstig ist.
Es lagert sich weniger Staub auf der Oberfläche während des Betriebs ab. Die Partikel des Staubs bilden – zusammen mit der Luftfeuchtigkeit – Nährboden für die verschiedenen Keime. Diese Keime können Viren, Bakterien und Pilze sein, die ernste Erkrankungen verursachen. Eine dieser ist die Legionärskrankheit, die von den Legionellen, einer Gattung der Bakterien, hervorgerufen werden. Die Reinigung einer sauberen, inneren Oberfläche ist wesentlich leichter und schneller, sogar mit Chemikalien.
Die Oberflächenrauheit der VentilFlex®-Futterrohre beträgt 0,0005 m, also sie nimmt den Wettkampf mit jeder aus anderem Werkstoff hergestellten Lüftungsleitung auf.

Hitze- und Feuerbeständigkeit

VentilFlex in Lüftungskanälen - Kompozitor

VentilFlex® El 30 (links) und VentilFlex® El 60

 

Das VentilFlex®-Futterrohr wird aus einem glasfaserverstärkten, duroplastischen Kunstharzstoff (sogenannten Komposit-Werkstoff) hergestellt. Es hat zwei Typen: der eine wird aus einem schwer brennbaren Komposit-Kunsstoff mit Einstufung in die Feuerwiderstandsklasse EI 30 hergestellt, der andere ist nicht brennbar, und ist in die Feuerwiderstandsklassen EI 60 eingestuft.

Thermodynamische Eigenschaften

Die Konstruktion der schwarzen VentilFlex®-Futterrohre besteht aus drei, die der roten aus vier mit Kunstharz imprägnierten Glasgewebeschichten. Die durchschnittliche Wanddicke beträgt 3 mm. Die Wärmeleitfähigkeit des Stoffes des Rohres ist 0,3 W/mK, er gilt also als schlechter Wärmeleiter. Zum Vergleich: die Wärmeleitfähigkeit des Stahls ist 50 W/mK, die des korrosionsbeständigen Stahls ist 16 W/mK. Das bedeutet, dass berücksichtigt die Wanddicke der Stahlrohren, deren Wert zwischen 0,8 und 1,0 mm liegt, die Wärmedämmfähigkeit der VentilFlex®-Rohre sogar hundertmal höher sein kann, als die der Stahlrohren.
Es ist also weniger Dämmstoff notwendig. Bei dem Einbau ist es auch nicht gewöhnlich, extra Dämmstoff zu nutzen.

Mechanische Eigenschaften

Die Wanddicke der VentilFlex®-Rohren beträgt mehr als das Dreifache der Wanddicke der Lüftungskanale aus Stahl, und die Festigkeit ihres Stoffes bleibt kaum hinter der Festigkeit des Stahls zurück, so sind diese Futterrohre viel stabiler, und sie haben keine Neigung zum Verbeulen. Auf den nachstehenden Fotos ist eine diese typische Stabilität veranschaulichende Prüfung zu sehen.

Chemische Anforderungen

Der Stoff des VentilFlex®-Lüftungsrohrs widersteht allen solchen Stoffen (Säuren, Basen), die sogar den Stoff des rostfreien Stahls beschädigen. Es ist vielleicht noch wichtiger als die zuvor erwähnte Eigenschaft, dass der Werkstoff des Komposit-Kunststoffrohres im ausgehärteten Zustand keinerlei Stoff emittiert, folglich kann das VentilFlex®-Lüftungsrohr auch in den Frischluftförderungsstrecken verwendet werden. Prüfungsergebnisse gemäß Normen liegen dazu vor.

VentilFlex in Lüftungskanälen - Kompozitor

(VOC) Test mit Riechrohr

 

Es ist weiterhin interessant, dass das VentilFlex®-Lüftungsrohr auch den Test bestand, wo mehrere Leute (15 Köpfe) durch ein Riechrohr an einem in einer Kammer platzierten Rohr riechen, wobei sie nicht wissen, was sich in der Kammer befindet. In diesem Test fallen viel Kunststoffprodukte durch. Das VentilFlex® erhielt eine positive Qualifikation.

Anwendungsbereich

Die VentilFlex®-Futterrohre finden vorwiegend bei Auskleidung der Schächte vorhandener Gebäude Anwendung. Die Technologie ist sehr einfach. Das flache, in die Hälfte gefaltete Futterrohr wird in den Schacht gezogen, dann mit Luft aufgeblasen und mit Dampf ausgehärtet. Das Futterrohr verfolgt die Spurlinie des Schachtes, auch wenn sie nicht geradlinig ist, die Form des Querschnitts und das Durchmesser des Rohres lässt sich ohne Anschlussgliedern verändern. Die Auskleidung ist immer in wenigen Stunden auszuführen, ohne Öffnung der Mauern.
In Skandinavien, vorrangig in Schweden wurde anderthalb Millionen Meter Entlüftungsschacht mit VentilFlex®-Futterrohren ausgekleidet. Besonders die sogenannten Fettkanäle der gewerblichen Küchen können mit der VentilFlex®-Technologie schnell und sicher ausgekleidet werden.
Auf den nachstehenden Fotos ist ein Einbaubeispiel zu sehen, wo die Lüftungsschächte eines Mehrfamilienhauses ausgekleidet werden, dann nachdem die Luft in einen Raumteil geführt wurde, sorgt eine Luftbehandlungsanlage für die Wärmerückgewinnung und die Frischluftversorgung.

VentilFlex in Lüftungskanälen - Kompozitor   VentilFlex in Lüftungskanälen - Kompozitor

Mit VentilFlex® ausgekleidete Entlüftungsschächte und Luftkanal-Vereinigungsraum

Einhaltung der Umweltvorschriften

Wichtige technische Daten des VentilFlex®-Futterrohres

  • Wanddicke: 3 mm
  • Durchmesser: 60–1200 mm
  • Länge: 3–80 m
  • Zugfestigkeit: 150 MPa
  • Dichte: 1700 kg/m3
  • Wärmeleitfähigkeit: 0,4 W/m.K
  • Wärmeausdehnungskoeffizient: 24·10–6

 

Die VentilFlex®-Technologie verfügt über Empfehlungen von Organisationen, die von gebäudetechnischen Konstruktionsfirmen gegründet wurden, damit sie die Arbeit der Konstrukteure bei der Auswahl der geeigneten Werkstoffe erleichtern. Solche sind zum Beispiel die schwedischen Organisationen Basta und Byggvarubedömningen.
Auf die von unseren zur Anwendung der Technologie ausgebildeten Partnern eingebauten VentilFlex®-Entlüftungsrohre gilt eine Garantie von 25 Jahren.